Luftfeuchteregulierung in Wasserwerken

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In Wasserwerken ist die Luftfeuchtigkeit oft extrem hoch, was Herausforderungen für die Betriebssicherheit und Wartung mit sich bringt. Eine effektive Entfeuchtung ist daher unerlässlich, um die Funktionsfähigkeit von Leitungen, Pumpen und anderen Anlagen sowie den Erhalt der Gebäudesubstanz zu gewährleisten.

Auftretende Probleme durch hohe Luftfeuchtigkeit

In modernen Wasserwerken werden verschiedene Prozesse zur Wasseraufbereitung eingesetzt, die sowohl chemische als auch physikalische Verfahren umfassen. Viele dieser Prozesse, wie die Filtration, Desinfektion und das Lagern von Wasser, erfordern eine sorgfältige Kontrolle der Umgebung, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Ist die relative Luftfeuchtigkeit zu hoch, kommt es zu erheblichen Kondensatbildungen auf Metalloberflächen technischer Anlagen und Leitungen. Diese Feuchtigkeit führt dazu, dass sich Schutzanstriche ablösen, Korrosion tritt auf und breitet sich im großen Maßstab aus. Die Folgen sind kostenintensiv: der Aufwand für Wartungen und Reparaturen steigt zusätzlich zur verkürzten Lebensdauer der technischen Anlagen und Leitungen. Zudem fördert eine feuchte Umgebung das Wachstum von Schimmelpilzen und Mikroorganismen, was nicht nur gesundheitliche Risiken für das Personal birgt, sondern auch zu einer Beeinträchtigung der Wasserqualität führen kann.

Wasser- und Lufttemperatur in Wasserwerken

Die Wassertemperatur liegt in den meisten Wasserwerken zwischen 6 und 9 ºC, was bedeutet, dass die Oberflächentemperatur der Rohrleitungen ungefähr auf der selben Temperatur liegt. Um Kondensatbildung zu vermeiden, muss der Taupunkt stets unterhalb der Oberflächentemperatur der Leitungen liegen.

Normalerweise sollte die Lufttemperatur in Wasserwerken mindestens 2 ºC höher als die Wassertemperatur sein. In den meisten Fällen überschreitet die Lufttemperatur in Wasserwerken aufgrund der kalten Wasserleitungen und der häufig unterirdischen Bauweise die 16 bis 18 ºC nicht. Gleichzeitig muss die Luftfeuchtigkeit auf einem relativ niedrigen Niveau gehalten werden, um Kondensation zu verhindern. Hierfür sind spezialisierte Luftentfeuchter erforderlich, die auf die besonderen Anforderungen in Wasserwerken abgestimmt sind. In der Regel ist zudem eine geregelte Lüftung vorhanden, um den Luftaustausch zu optimieren. Ein Luftwechsel von 10 bis 30 % der Raumluft pro Stunde wird als optimal angesehen, um eine gleichmäßige Entfeuchtung und Frischluftzufuhr sicherzustellen.

Die folgende Tabelle zeigt die maximalen Werte der relativen Luftfeuchtigkeit bei verschiedenen Lufttemperaturen, die erforderlich sind, um Korrosion bei einer Wassertemperatur von 7 ºC zu verhindern:

Lufttemperatur °C 10 12 14 16 18 20
maximaler rF-Wert
bei einer Wassertemperatur von 7 ºC
80 70 61 54 48 42

Luftentfeucher für Wasserwerke

Die Luftfeuchteregulierung erfolgt in Wasserwerken meist durch den Einsatz von Entfeuchtern, die speziell für die industrielle Anwendung in Wasserwerken entwickelt wurden. Diese Geräte ziehen große Mengen überschüssiger Feuchtigkeit aus der Luft, um ein ausgewogenes Klima zu gewährleisten. Auf unserer Internetseite haben wir Ihnen eine Auswahl geeigneter Geräte zusammengestellt. Die Geräte werden über Hygrometer gesteuert, die kontinuierlich die Luftfeuchtigkeit überwachen und die Entfeuchter bedarfsgerecht schalten.

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